Fahrerlaubnis Klasse B


      

Allgemeines

Wer auf öffentlichen Straßen ein Kraftfahrzeug führt, bedarf der Erlaubnis (Fahrerlaubnis) der zuständigen Behörde (Fahrerlaubnisbehörde). Die Fahrerlaubnis ist durch eine amtliche Bescheinigung (Führerschein) nachzuweisen. StVG § 2 (1)

Die Fahrerlaubnis der Klasse B kann ohne Vorbesitz einer anderen Klasse gemacht werden. FeV § 9

 

   

Anmeldung bei der Fahrschule

Bereits sechs Monate vor Erreichen des Mindestalters kann man sich bei der Fahrschule anmelden und mit der Ausbildung beginnen. Man muss nicht warten, bis man alle Unterlagen für Führerscheinantrag zusammen hat.

Für die Anmeldung bei der Fahrschule benötigt man folgende Unterlagen:

  • einen gültigen Personalausweis oder Reisepass
  • eine Einverständniserklärung der Eltern, wenn man noch keine 18 Jahre alt ist
  • den Führerschein (bei Erweiterung einer Fahrerlaubnis)

Den Antrag auf Erteilung der Fahrerlaubnis Klasse B erhält man von der Fahrschule und er sollte umgehend bei der zuständigen Behörde (Hauptwohnsitz) abgegeben werden. Das persönliche Erscheinen des Antragsstellers ist erforderlich.

 

  

Antrag auf Erteilung der Klasse B

Die Erteilung einer Fahrerlaubnis kann frühestens sechs Monate vor Erreichen des vorgeschriebenen Mindestalters bei der nach Landesrecht zuständigen Behörde beantragt werden. FeV § 21 (4)

Für den Antrag auf Erteilung der Fahrerlaubnis Klasse B benötigt man folgende Unterlagen:

  • das Antragsformular (erhält man von der Fahrschule)
  • einen gültigen Personalausweis oder Reisepaß
  • ein aktuelles biometrisches Lichtbild (nur bei Ersterteilung)
  • einen Sehtest (darf bei Antragstellung nicht älter als zwei Jahre sein)
  • eine Schulung in erster Hilfe (entfällt bei Erweiterung einer Fahrerlaubnis)
  • den Führerschein (bei Erweiterung einer Fahrerlaubnis)

Die Bearbeitung des Antrags durch die Fahrerlaubnisbehörde dauert in der Regel vier bis sechs Wochen.

 

     

Antrag auf Erteilung der Klasse B (Begleitetes Fahren)

Die Erteilung einer Fahrerlaubnis kann frühestens sechs Monate vor Erreichen des vorgeschriebenen Mindestalters bei der nach Landesrecht zuständigen Behörde beantragt werden. FeV § 21 (4)

Für den Antrag auf das Begleitete Fahren ab 17 Jahre benötigt man folgende Unterlagen:

  • das Antragsformular für das Begleitete Fahren (erhält man von der Fahrschule)
  • einen gültigen Personalausweis oder Reisepaß
  • ein aktuelles biometrisches Lichtbild (nur bei Ersterteilung)
  • einen Sehtest (darf bei Antragstellung nicht älter als zwei Jahre sein)
  • eine Schulung in erster Hilfe (entfällt bei Erweiterung einer Fahrerlaubnis)
  • den Führerschein (bei Erweiterung einer Fahrerlaubnis)

Die Bearbeitung des Antrags durch die Fahrerlaubnisbehörde dauert in der Regel vier bis sechs Wochen.

 

  

Öffnungszeiten: Bürgeramt Stadt Bonn (Stadthaus)

Montag und Donnerstag von 8.00 bis 18.00 Uhr
Dienstag, Mittwoch und Freitag von 8.00 bis 13.00 Uhr

Zusätzliche telefonische Servicezeit Dienstag und Mittwoch von 13.00 bis 16.00 Uhr

Werktags ab 8 Uhr und zum Teil nachmittags werden immer wieder neue Termine frei. Stornierte Termine werden automatisch wieder zur Verfügung gestellt. Bitte sehen Sie zwischendurch erneut nach, ob ein früherer Termin für Sie verfügbar ist. Stadt Bonn

 

    

Ausbildungsvertrag

Der Ausbildungsvertrag wird in der Regel für einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen und endet mit der bestandenen Fahrerlaubnisprüfung, in jedem Fall nach Ablauf von sechs bzw. zwölf Monaten seit Abschluß des Vertrages. AGB Fahrschulen

Der Ausbildungsvertrag kann vom Fahrschüler jederzeit (ohne Angaben von Gründen) gekündigt werden. AGB Fahrschulen

 

    

Automatikführerschein

Ist das bei der Prüfungsfahrt verwendete Kraftfahrzeug ohne ein Schaltgetriebe ausgestattet, ist die Fahrerlaubnis auf das Führen von Kraftfahrzeugen ohne Kupplungspedal zu beschränken. FeV § 17 (6)

Die Beschränkung auf Automatik ist auf Antrag aufzuheben, wenn der Inhaber einer Fahrerlaubnis dem Prüfer in einer praktischen Prüfung nachweist, dass er zur sicheren Führung eines mit Schaltgetriebe ausgestatteten Kraftfahrzeug der betreffenden oder einer entsprechenden höheren Klasse befähigt ist. FeV § 17 (6)

In den Führerschein wird die Schlüsselzahl 78 (Automatik) eingetragen. FeV (Anlage 9) 46

 

    

Begleitetes Fahren ab 17 Jahre

Die Fahrerlaubnis der Klasse B ist mit der Auflage zu versehen, dass von ihr nur Gebrauch gemacht werden darf, wenn der Fahrerlaubnisinhaber während des Führens des Kraftfahrzeugs von mindestens einer namentlich benannten Person, die den Anforderungen genügt, begleitet wird (begleitende Person). FeV § 48a (2)

Die begleitende Person soll dem Fahrerlaubnisinhaber vor Antritt der Fahrt und während des Führens des Fahrzeugs, soweit die Umstände der jeweiligen Fahrsituation es zulassen, ausschließlich als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, um ihm Sicherheit beim Führen eines Kraftfahrzeugs zu vermitteln. Die begleitende Person soll Rat erteilen oder kurze Hinweise geben. FeV § 48a (4)

Die Begleitperson muss folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie muss seit mindestens fünf Jahren Inhaber einer gültigen Fahrerlaubnis der Klasse B oder einer entsprechenden deutschen, einer EU/EWR- oder schweizerischen Fahrerlaubnis sein.
  • Sie muss das 30. Lebensjahr vollendet haben.
  • Sie muss zum um Zeitpunkt der Beantragung der Fahrerlaubnis im Fahreignungsregister mit nicht mehr als einem Punkt belastet sein. FeV § 48a (5)

Seinen aktuellen Punktestand kann man jederzeit kostenlos beim Kraftfahrtbundesamt (KBA.de) anfordern.

Die Anzahl der Begleitpersonen ist nicht vorgeschrieben. Es können jederzeit weitere Personen, die die Voraussetzungen erfüllen, in die Prüfbescheinigung eingetragen werden. Die Begleitperson muss kein Familienangehöriger sein.

 

    

Fahrerlaubnis

Die Fahrerlaubnis der Klasse B kann ohne Vorbesitz einer anderen Klasse gemacht werden.  

Die Fahrerlaubnis der Klasse B wird unbefristet erteilt. FeV § 23 (1)

Ist der Bewerber nur bedingt zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet, kann die Behörde die Fahrerlaubnis soweit wie notwendig beschränken oder unter den erforderlichen Auflagen erteilen. Die Beschränkung kann sich insbesondere auf eine bestimmte Fahrzeugart oder ein bestimmtes Fahrzeug mit besonderen Einrichtungen erstrecken. FeV § 23 (2)

 

  

Fahrschulwechsel

Der Ausbildungsvertrag kann vom Fahrschüler jederzeit, ohne Angaben von Gründen, gekündigt werden. AGB Fahrschulen

Wird die Ausbildung nicht abgeschlossen, sind dem Fahrschüler die durchlaufenen Ausbildungsteile schriftlich zu bestätigen. FahrschAusbO § 6 (2) 

 

    

Fremdsprachen

Die theoretische Prüfung ist in deutscher Sprache abzulegen und erfolgt anhand von Fragen. FeV (Anlage 7) 1.3

Die theoretische Prüfung kann in folgenden Fremdsprachen abgelegt  werden: Englisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Kroatisch, Spanisch, Türkisch und Hocharabisch. FeV (Anlage 7) 1.3

 

    

Führerschein

Die Gültigkeit der ab dem 19. Januar 2013 ausgestellten Führerscheine ist auf 15 Jahre befristet. Nach Ablauf der Frist muss der Führerschein bei der zuständigen Behörde nur neu beantragt werden. Eine erneute Ausbildung und Prüfung ist nicht erforderlich. FeV § 24a (1)

Der Führerschein ist beim Führen von Kraftfahrzeugen mitzuführen und zuständigen Personen auf Verlangen zur Prüfung auszuhändigen. FeV § 4 (2)

 

    

Internationaler Führerschein

Kraftfahrzeugführer erhalten auf Antrag den Internationalen Führerschein, wenn sie das 18. Lebensjahr vollendet haben und die für das Führen des Fahrzeugs erforderliche EU- oder EWR-Fahrerlaubnis nach einem ab dem 1. Januar 1999 zu verwendenden Muster oder eine ausländische Erlaubnis zum Führen von Kraftfahrzeugen nachweisen. FeV § 25a (1)

Dem Antrag auf Erteilung eines Internationalen Führerscheins sind ein Lichtbild, das den Bestimmungen der Passverordnung entspricht, und der Führerschein beizufügen. FeV § 25a (2)

 

  

Medizinisch-Psychologische-Untersuchung

Bestehen Zweifel an der Eignung des Antragstellers, kann die Fahrerlaubnisbehörde auch jederzeit eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) anordnen. FeV § 20 (3)

 

    

Mindestalter

Das Mindestalter für die Erteilung der Fahrerlaubnis Klasse B beträgt 18 Jahre.

17 Jahre
bei Teilnahme am begleiteten Fahren. FeV § 10 (1) 5b

17 Jahre
bei Erteilung der Fahrerlaubnis während oder nach Abschluss einer Berufsausbildung in dem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf Berufskraftfahrer, dem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf Fachkraft im Fahrbetrieb oder einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf, in dem vergleichbare Fertigkeiten und Kenntnisse zum Führen von Kraftfahrzeugen auf öffentlichen Straßen vermittelt werden. FeV § 10 (1) 5

 

    

Neuerteilung der Klasse B

Für die Neuerteilung einer Fahrerlaubnis nach vorangegangener Entziehung oder nach vorangegangenem Verzicht gelten die Vorschriften für die Ersterteilung. Eine erneute theoretische und praktische Ausbildung ist nicht erforderlich. FeV § 20 (1)

Die Fahrerlaubnisbehörde ordnet eine Fahrerlaubnisprüfung an, wenn Tatsachen vorliegen, die die Annahme rechtfertigen, dass der Bewerber die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten nicht mehr besitzt. FeV § 20 (2)

Der Antrag auf Erteilung einer Fahrerlaubnis ist bei der zuständigen Behörde (Hauptwohnsitz) schriftlich zu stellen. Das persönliche Erscheinen des Antragstellers ist erforderlich. FeV § 21 (1)

 

    

Praktische Ausbildung

Mit der praktischen Ausbildung kann sofort nach der Anmeldung bei der Fahrschule begonnen werden. Man muß nicht warten, bis man alle Unterlagen für den Antrag auf Erteilung der Fahrerlaubnis Klasse B zusammen hat.

Die Anzahl der Fahrstunden ist nicht vorgeschrieben.

Für die Klasse B müssen mindestens 5 Überlandfahrten, 4 Autobahnfahrten und 3 Nachtfahrten gemacht werden.

Nach Abschluß der Ausbildung erhält der Fahrschüler eine Ausbildungsbescheinigung über die praktische Ausbildung. Die Bescheinigung muß dem Prüfer vor der praktischen Prüfung vorgelegt werden.

 

    

Praktische Prüfung

Die praktische Prüfung darf erst nach Bestehen der theoretischen Prüfung und frühestens einen Monat vor Erreichen des Mindestalters gemacht werden. FeV § 17 (1)

Die praktische Prüfung muss innerhalb von zwölf Monaten nach Bestehen der theoretischen Prüfung abgelegt werden. Ist das nicht der Fall verliert die theoretische Prüfung ihre Gültigkeit. FeV § 18 (2)

Für die praktische Prüfung benötigt man folgende Unterlagen:

  • einen gültigen Personalausweis oder Reisepass 
  • die Ausbildungsbescheinigung über die praktische Ausbildung
  • den Führerschein (bei Erweiterung einer Fahrerlaubnis)
  • Brille (falls erforderlich) nicht vergessen

Eine nicht bestandene Prüfung darf nicht vor Ablauf eines angemessenen Zeitraums (in der Regel nicht weniger als zwei Wochen) wiederholt werden. Bei einem Täuschungsversuch beträgt die Frist mindestens sechs Wochen und die Prüfung gilt als nicht bestanden. FeV § 18 (1)

 

     

Probezeit

Bei erstmaligem Erwerb einer Fahrerlaubnis wird diese auf Probe erteilt. Die Probezeit dauert zwei Jahre vom Zeitpunkt der Erteilung an. StVG § 2a (1)

Die Probezeit verlängert sich um zwei Jahre, wenn die Teilnahme an einem Aufbauseminar angeordnet worden ist. Die Probezeit verlängert sich außerdem um zwei Jahre, wenn die Anordnung nur deshalb nicht erfolgt ist, weil die Fahrerlaubnis entzogen worden ist oder der Inhaber der Fahrerlaubnis auf sie verzichtet hat. StVG § 2a (2a)

Die Probezeit wird nur bei erstmaliger Erteilung einer Fahrerlaubnis erteilt. Bei Erweiterung einer Fahrerlaubnis innerhalb der Probezeit erhält man für die neue Fahrerlaubnis keine neue Probezeit.

 

    

Prüfauftrag

Liegen alle Voraussetzungen für die Erteilung der Klasse B vor, hat die Fahrerlaubnisbehörde den TÜV mit der Prüfung zu beauftragen. FeV § 22 (3)

Der TÜV soll den Prüfauftrag an die zuständige Fahrerlaubnisbehörde zurückgeben, wenn die theoretische Prüfung nicht innerhalb von zwölf Monaten nach Eingang des Prüfauftrags bestanden ist oder wenn die praktische Prüfung nicht innerhalb von zwölf Monaten nach Bestehen der theoretischen Prüfung bestanden ist. FeV § 22 (5)

 

    

Prüfbescheinigung (Begleitetes Fahren)

Die Prüfbescheinigung dient im Inland zum Nachweis der Fahrberechtigung. Die Prüfbescheinigung ist beim Führen von Kraftfahrzeugen mitzuführen und zur Überwachung des Straßenverkehrs berechtigten Personen auf Verlangen auszuhändigen. FeV § 48a (3)

Die Prüfbescheinigung ist bis drei Monate nach dem 18. Geburtstag gültig. Ab dem 18. Geburtstag darf man noch drei Monate ohne Begleitperson fahren.

Den Führerschein sollte man bereits drei Monate vor dem 18. Geburtstag bei der zuständigen Führerscheinstelle (Hauptwohnsitz) beantragen. Die Bearbeitungszeit des Antrags dauert in der Regel vier bis sechs Wochen.

 

     

Prüfprotokoll

Hat der Bewerber die Prüfung nicht bestanden, so hat ihn der Sachverständige oder Prüfer bei Beendigung der Prüfung unter kurzer Benennung der wesentlichen Fehler hiervon zu unterrichten und ihm ein Prüfprotokoll auszuhändigen. FeV (Anlage 7) 2.6

 

     

Prüfungsdauer

Die Prüfungsdauer für die praktische Prüfung der Klasse B beträgt 45 Minuten. Die reine Fahrzeit beträgt 25 Minuten. FeV (Anlage 7)

 

   

Prüfungsfahrt

Der Bewerber um eine Fahrerlaubnis der Klasse B muss fähig sein, selbständig das Fahrzeug auch in schwierigen Verkehrslagen verkehrsgerecht und sicher zu führen. Seine Fahrweise soll defensiv, rücksichtsvoll, vorausschauend und dem jeweiligen Verkehrsfluss angepasst sein. Daneben soll er auch zeigen, dass er über ausreichende Kenntnisse der für das Führen eines Kraftfahrzeugs maßgebenden gesetzlichen Vorschriften und einer umweltbewussten und energiesparenden Fahrweise verfügt, sie anzuwenden versteht sowie mit den Gefahren des Straßenverkehrs und den zu ihrer Abwehr erforderlichen Verhaltensweisen vertraut ist. FeV (Anlage 7) 2.1.5

 

    

Prüfungsfragen

Bei Ersterteilung der Klasse B müssen 30 Fragen aus dem Fragenkatalog beantwortet werden. Die zulässige Fehlerpunktzahl beträgt 10. Es sei denn, zwei Fragen mit Wertigkeit 5 werden falsch beantwortet. FeV (Anlage 7) 1.2.2

Bei Erweiterung einer Klasse auf die Klasse B müssen 20 Fragen aus dem Fragenkatalog beantwortet werden. Die zulässige Fehlerpunktzahl beträgt 6. FeV (Anlage 7) 1.2.2 

 

   

Prüfungsstrecke

Etwa die Hälfte der reinen Fahrzeit soll für Prüfungsstrecken außerhalb geschlossener Ortschaften, möglichst auch unter Einschluss der Autobahnen oder Kraftfahrstrassen mit Fahrbahnen für eine Richtung, die durch Mittelstreifen oder sonstige bauliche Einrichtungen getrennt sind und mindestens zwei Fahrstreifen je Richtung haben, verwendet werden. FeV (Anlage 7) 2.4

 

   

Punktestand

Seinen aktuellen Punktestand kann man jederzeit kostenlos beim Kraftfahrtbundesamt (KBA.de) schriftlich anfordern. Man kann seinen Punktestand auch persönlich beim Kraftfahrtbundesamt (KBA) in Flensburg, Fördestraße 16 erfragen. Dafür braucht man einen gültigen Personalausweis oder den Reisepass.

 

      

Schlüsselzahl 196

Die Fahrerlaubnis der Klasse B berechtigt ab 31.12.2019 im Inland auch zum Führen von Krafträdern (auch mit Beiwagen) mit einem Hubraum von bis zu 125 ccm, einer Motorleistung von nicht mehr als 11 kW, bei denen das Verhältnis der Leistung zum Gewicht 0,1 kW/kg nicht übersteigt, sofern der Teilnehmer

mindestens 5 Jahre im Besitz der Klasse B ist,
mindestens 25 Jahre alt ist
und an einer theoretischen und praktischen Fahrerschulung im Umfang von mindestens 13,5 Zeitstunden (4 Unterrichtseinheiten zu 90 Minuten Theorie, 5 Unterrichtseinheiten zu 90 Minuten Praxis) teilgenommen hat.

Die erfolgreiche Teilnahme muss von einem Fahrlehrer nach Abschluss der Schulung bestätigt sein. BMVl

 

    

Schulung in Erster Hilfe

Bewerber um eine Fahrerlaubnis müssen an einer Schulung in Erster Hilfe teilnehmen, die mindestens neun Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten umfasst. Die Schulung soll dem Antragsteller durch theoretischen Unterricht und durch praktische Übungen gründliches Wissen und praktisches Können in der Ersten Hilfe vermitteln. FeV § 19 (1)

Bei Erweiterung oder Neuerteilung einer Fahrerlaubnis ist auf einen Nachweis zu verzichten, wenn der Bewerber zuvor bereits an einer Schulung in Erster Hilfe teilgenommen hat. FeV § 19 (2)

 

    

Sehtest

Bewerber um eine Fahrerlaubnis haben sich einem Sehtest zu unterziehen. Der Sehtest wird von einer amtlich anerkannten Sehteststelle durchgeführt. FeV § 12 (2)

Ein Sehtest ist nicht erforderlich, wenn ein Zeugnis oder ein Gutachten eines Augenarztes vorgelegt wird und sich daraus ergibt, dass der Antragsteller die Anforderungen erfüllt. FeV § 12 (4)

Sehtestbescheinigung, Zeugnis oder Gutachten dürfen bei Antragstellung nicht älter als zwei Jahre sein. FeV § 12 (7)

 

     

Sprüche meiner Fahrschüler

Herr Henke ist ihnen auch schon aufgefallen, das wir auf der Autobahn noch keine rote Ampel hatten? Max 12.10.07

Wann ist eigentlich die Kurve zu Ende?? Martina 26.7.06  

 

    

Theoretische Ausbildung

Mit der theoretischen Ausbildung kann sofort nach der Anmeldung bei der Fahrschule begonnen werden. Man muß nicht warten, bis man alle Unterlagen für den Antrag auf Erteilung der Fahrerlaubnis zusammen hat.

Grundstoff
Der Umfang des allgemeinen Teils (Grundstoff) beträgt mindestens 12 Doppelstunden (90 Minuten). Besitzt der Fahrschüler bereits eine Fahrerlaubnis, so beträgt der Umfang mindestens 6 Doppelstunden. FahrschAusbO § 4 (3)

Zusatzstoff
Die Mindestdauer des klassenspezifischen Teils Klasse B beträgt mindestens 4 Doppelstunden. FahrschAusbO (Anlage 2.2)

Nach Abschluss der Ausbildung hat der Inhaber der Fahrschule oder der verantwortliche Leiter des Ausbildungsbetriebes dem Fahrschüler eine Bescheinigung  über die durchgeführte theoretische Ausbildung auszustellen. Wird die Ausbildung nicht abgeschlossen, sind dem Fahrschüler die durchlaufenen Ausbildungsteile schriftlich zu bestätigen. FahrschAusbO § 6 (2)

 

    

Theoretische Prüfung

Die theoretische Prüfung darf frühestens drei Monate vor Erreichen des Mindestalters abgenommen werden. FeV § 16 (3)

Für die theoretische Prüfung benötigt man folgende Unterlagen:

  • einen gültigen Personalausweis oder Reisepass
  • die Ausbildungsbescheinigung über die theoretische Ausbildung
  • Brille, falls erforderlich, nicht vergessen

Eine nicht bestandene Prüfung darf nicht vor Ablauf eines angemessenen Zeitraums (in der Regel nicht weniger als zwei Wochen) wiederholt werden. Bei einem Täuschungsversuch beträgt die Frist mindestens sechs Wochen und die Prüfung gilt als nicht bestanden. FeV § 18 (1)

 

    

Was man mit der Klasse B ab 19.1.2013 fahren darf

Kraftfahrzeuge
ausgenommen Kraftfahrzeuge der Klassen A1, A2 und A mit einer zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 3500 kg, die zur Beförderung von nicht mehr als acht Personen außer dem Fahrzeugführer ausgelegt und gebaut sind und

Anhänger
mit einer zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 750 kg und

Anhänger
über 750 kg zulässiger Gesamtmasse, sofern 3500 kg zulässige Gesamtmasse der Kombination nicht überschritten wird. FeV § 6 (1)

Fahrzeuge
der Klasse AM und L. FeV § 6 (3)


Die Fahrerlaubnis der Klasse B berechtigt im Inland, sofern der Inhaber diese seit mindestens zwei Jahren besitzt, auch zum Führen von Fahrzeugen die ganz oder teilweise mit Strom, Wasserstoff, Erdgas, einschließlich Biomethan, gasförmig (komprimiertes Erdgas – CNG) und flüssig (Flüssigerdgas – LNG), Flüssiggas (LPG), mechanischer Energie aus bordeigenen Speichern/bordeigenen Quellen, einschließlich Abwärme, mechanischer Energie aus bordeigenen Speichern/bordeigenen Quellen, einschließlich Abwärme, alternativ angetrieben werden, mit einer Gesamtmasse von mehr als 3500 kg, jedoch nicht mehr als 4250 kg, für die Güterbeförderung und ohne Anhänger, sofern die 3500 kg überschreitende Masse ausschließlich dem zusätzlichen Gewicht des Antriebssystems gegenüber dem Antriebssystem eines Fahrzeugs mit denselben Abmessungen, das mit einem herkömmlichen Verbrennungsmotor mit Fremd- oder Selbstzündung ausgestattet ist, geschuldet ist und die Ladekapazität gegenüber diesem Fahrzeug nicht erhöht ist. FeV § 6 (3b)

 

       

Wiederholungsprüfung

Eine nicht bestandene theoretische und praktische Prüfung darf nicht vor Ablauf eines angemessenen Zeitraums (in der Regel nicht weniger als zwei Wochen) wiederholt werden. Bei einem Täuschungsversuch beträgt die Frist mindestens sechs Wochen und die Prüfung gilt als nicht bestanden. FeV § 18 (1)

 

  

Wohnsitzregelung

Die Fahrerlaubnis für die Klasse B ist zu erteilen, wenn der Bewerber um eine Fahrerlaubnis seinen ordentlichen Wohnsitz im Inland hat. StVG § 2 (2)

Eine Fahrerlaubnis darf nur erteilt werden, wenn der Bewerber seinen ordentlichen Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland hat. Dies wird angenommen, wenn der Bewerber wegen persönlicher und beruflicher Bindungen oder - bei fehlenden beruflichen Bindungen - wegen persönlicher Bindungen, die enge Beziehungen zwischen ihm und dem Wohnort erkennen lassen, gewöhnlich, das heißt während mindestens 185 Tagen im Jahr, im Inland wohnt. FeV § 7 (1)

 

     

FAQ - Fragen und Antworten

 

Wie errechnet man die zulässige Gesamtmasse einer Fahrzeugkombination?
Die zulässige Gesamtmasse einer Fahrzeugkombination errechnet sich aus der Summe der zulässigen Gesamtmasse der Einzelfahrzeuge ohne Berücksichtigung von Stütz- und Aufliegelasten. FeV § 6 (1)

 

Wo kann man seinen aktuellen Punktestand erfragen?
Seinen aktuellen Punktestand kann man jederzeit kostenlos beim Kraftfahrtbundesamt (KBA.de) schriftlich anfordern. Man kann seinen Punktestand auch persönlich beim Kraftfahrtbundesamt (KBA) in Flensburg, Fördestraße 16 erfragen. Dafür braucht man einen gültigen Personalausweis oder den Reisepass.

 

Wann kann eine Fahrerlaubnis entzogen werden?
Erweist sich der Inhaber einer Fahrerlaubnis als ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen, hat ihm die Fahrerlaubnisbehörde die Fahrerlaubnis zu entziehen. Dies gilt insbesondere, wenn Erkrankungen oder Mängel nach den Anlagen 4, 5 oder 6 vorliegen oder erheblich oder wiederholt gegen verkehrsrechtliche Vorschriften oder Strafgesetze verstoßen wurde und dadurch die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen ausgeschlossen ist. FeV § 46 (1)

 

Wie lange ist die Fahrerlaubnis der Klasse B gültig?
Die Fahrerlaubnis der Klasse B wird unbefristet erteilt. FeV § 23 (1)

 

Kann die Fahrerlaubnisbehörde jederzeit eine MPU anordnen?
Die Fahrerlaubnisbehörde ordnet eine Fahrerlaubnisprüfung an, wenn Tatsachen vorliegen, die die Annahme rechtfertigen, dass der Bewerber die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten nicht mehr besitzt. FeV § 20 (2)

 

Gilt die Fahrerlaubnis Klasse B (Begleitetes Fahren ab 17) auch in Österreich?
Das Servicebüro des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie teilt auf Anfrage mit, dass die beiden Führerscheinmodelle BF17 in Deutschland und L17 in Österreich vergleichbar sind. Es wird daher die österreichische vorgezogene Lenkberechtigung (L17) der Führerscheinklasse B auch in Deutschland anerkannt. Umgekehrt ist es auch erlaubt, in Österreich mit der deutschen Lenkberechtigung BF17 zu fahren.

 

Wie wird die Fahrerlaubnis nachgewiesen?
Die Fahrerlaubnis ist durch eine gültige amtliche Bescheinigung (Führerschein) nachzuweisen. FeV § 4 (2)

 

Erlischt eine Fahrerlaubnis, wenn sie entzogen wurde?
Mit der Entziehung erlischt die Fahrerlaubnis. Bei einer ausländischen Fahrerlaubnis erlischt das Recht zum Führen von Kraftfahrzeugen im Inland. FeV § 46 (6)

 

 

Fahrschule Henke l 2020