Fahrerlaubnis Klasse B

 

Allgemeines

Bereits sechs Monate vor Erreichen des Mindestalters kann man sich bei der Fahrschule anmelden und mit der theoretischen und praktischen Ausbildung beginnen. Man muss nicht warten, bis man alle Unterlagen für den Antrag auf Erteilung der Klasse B zusammen hat.

Die Ausbildung Klasse B erfolgt in einem theoretischen und praktischen Teil. FahrschAusbO § 2 (1)
Für die Klasse B ist eine theoretische und praktische Prüfung erforderlich. FeV § 15 (1)

Die Fahrerlaubnis der Klasse B wird unbefristet erteilt. FeV § 23 (1)
Die Gültigkeit der ab dem 19.1.2013 ausgestellten Führerscheine ist auf 15 Jahre befristet. FeV § 24a

Das Mindestalter für die Erteilung der Klasse B beträgt 18 Jahre. FeV § 10 (1) 5a
Das Mindestalter für das Begleitete Fahren Klasse B beträgt 17 Jahre. FeV § 10 (1) 5b

 

 

Anmeldung bei der Fahrschule

Für die Anmeldung bei der Fahrschule benötigt man:

  • einen gültigen Personalausweis oder Reisepass 
  • eine Einverständniserklärung der Eltern, wenn man noch keine 18 Jahre alt ist

Info und Anmeldung:
Fahrschule Bonn-Beuel: Dienstag und Donnerstag von 17.30 bis 19.00 Uhr
Fahrschule Bonn-Vilich Müldorf: Montag und Mittwoch von 17.30 bis 19.00 Uhr

 

 

Antrag auf Erteilung einer Fahrerlaubnis der Klasse B

Den Antrag auf Erteilung der Fahrerlaubnis Klasse B erhält man bei der Anmeldung von der Fahrschule und er sollte umgehend bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde (Hauptwohnsitz) abgegeben werden. Die Bearbeitung des Antrags dauert in der Regel vier bis sechs Wochen.

Für den Antrag benötigt man folgende Unterlagen:

  • das Antragsformular (erhält man von der Fahrschule)
  • einen gültigen Personalausweis oder Reisepaß
  • ein aktuelles biometrisches Lichtbild
  • einen Sehtest (darf bei Antragstellung nicht älter als zwei Jahre sein)
  • die Sofortmaßnahmen am Unfallort (entfällt bei Erweiterung einer Fahrerlaubnis

Der Antrag auf Erteilung der Klasse B muß vom Fahrschüler vollständig ausgefüllt und dann zusammen mit den Unterlagen persönlich bei der Fahrerlaubnisbehörde (Hauptwohnsitz) abgegeben werden. Die Begleitperson (Begleitetes Fahren) muß nicht persönlich bei der Fahrerlaubnisbehörde erscheinen.

Öffnungszeiten der Führerscheinstelle Stadt Bonn:
Montag und Donnerstag von 8.00 bis 18.00 Uhr
Dienstag, Mittwoch und Freitag von 8.00 bis 13.00 Uhr

 

 

Automatik-Führerschein

Ist das bei der Prüfungsfahrt verwendete Kraftfahrzeug der ohne ein Schaltgetriebe ausgestattet, ist die Fahrerlaubnis auf das Führen von Kraftfahrzeugen ohne Kupplungspedal zu beschränken. FeV § 17 (6)

In den Führerschein oder die Prüfbescheinigung (Begleitetes Fahren) wird die Schlüsselzahl 78 eingetragen. FeV (Anlage 9) 46

Die Beschränkung auf Automatik ist auf Antrag aufzuheben, wenn der Inhaber einer Fahrerlaubnis dem Prüfer in einer praktischen Prüfung nachweist, dass er zur sicheren Führung eines mit Schaltgetriebe ausgestatteten Kraftfahrzeug der betreffenden oder einer entsprechenden höheren Klasse befähigt ist. FeV § 17 (6)

Die praktische Prüfung dauert nur 30 Minuten. FeV (Anlage 7) 2.3

 

 

Begleitperson (Begleitetes Fahren)

Die Fahrerlaubnis der Klasse B ist mit der Auflage zu versehen, dass von ihr nur Gebrauch gemacht werden darf, wenn der Fahrerlaubnisinhaber während des Führens des Kraftfahrzeugs von mindestens einer namentlich benannten Person, die in die Prüfbescheinigung eingetragen ist, begleitet wird (begleitende Person). FeV § 48a (2)

Die Anzahl der Begleitpersonen ist nicht vorgeschrieben.

Bei Antragstellung muß mindestens eine namentlich benannte Person in die Prüfbescheinigung eingetragen werden. Es können jederzeit weitere Personen, die die Voraussetzungen erfüllen, in die Prüfbescheinigung eingetragen werden. Der Antrag muss bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde (Hauptwohnsitz) schriftlich gestellt werden.

Die Begleitperson muß folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Seit mindestens fünf Jahren Inhaber einer gültigen Fahrerlaubnis der Klasse B oder einer entsprechenden deutschen, einer EU/EWR- oder schweizerischen Fahrerlaubnis sein.
  • Bei Beantragung der Fahrerlaubnis mindestens 30 Jahre alt sein.
  • Zum Zeitpunkt der Beantragung nicht mehr als einen Punkt in Flensburg haben.

Seinen Punktestand kann man kostenlos beim Kraftfahrtbundesamt (KBA.de) anforden.

 

 

Fahrschulwechsel

Eine bereits begonnene Ausbildung kann bei uns jederzeit fortgesetzt und beendet werden. Sollten Sie Fragen hierzu haben dann rufen Sie uns an oder kommen Sie in der Fahrschule vorbei und wir besprechen die Einzelheiten persönlich.

Bei einem Fahrschulwechsel erledigen wir gern sämtliche Formalitäten für Sie.

Nach Abschluß der Ausbildung erhält der Fahrschüler eine Ausbildungsbescheinigung über die durchgeführte theoretische und praktische Ausbildung. Wird die Ausbildung nicht abgeschlossen, sind dem Fahrschüler die durchlaufenen Ausbildungsteile vom Fahrschulinhaber schriftlich zu bestätigen. FahrschAusbO § 6 (2)

Der Ausbildungsvertrag kann vom Fahrschüler jederzeit gekündigt werden. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der jeweiligen Fahrschule findet man auf der Rückseite vom Ausbildungsvertrag. AGB Fahrschulen

 

 

Fremdsprachen

Die theoretische Prüfung für die Klasse B kann auch in folgenden Fremdsprachen abgelegt werden:

  • Arabisch, Englisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Kroatisch, Spanisch und Türkisch. FeV (Anlage 7) 1.3

Bei Prüfaufträgen, die ab dem 1.10.2013 bei der Technischen Prüfstelle eingehen, muss die theoretische Prüfung zwingend in deutscher Sprache durchgeführt werden, sofern keine Fremdsprache im Prüfauftrag angegeben ist. Will der Bewerber um eine Fahrerlaubnis der Klasse B die theoretische Prüfung in einer der genannten Fremdsprachen ablegen, muss dies von der Fahrerlaubnisbehörde auf dem Prüfauftrag an den TÜV mitgeteilt werden. Die Prüfung ist in der angegebenen Sprache abzulegen. Eine Änderung ist nur über die Fahrerlaubnisbehörde möglich. MBWSV NRW Erlaß 22.7.2013

 

 

Führerschein

Der Führerschein ist die amtliche Bestätigung, dass der darin bezeichneten Person eine Fahrerlaubnis in dem genannten Umfang erteilt ist. BGH NJW 73474

Der Führerschein ist beim Führen von Kraftfahrzeugen mitzuführen und zuständigen Personen auf Verlangen zur Prüfung auszuhändigen. FeV § 4 (2)

Führerscheine der Klasse B, die ab dem 19.1.2013 ausgestellt worden sind, sind 15 Jahre gültig. Führerscheine, die vor dem 19.1.2013 ausgestellt worden sind, sind bis zum 19.1.2033 umzutauschen. FeV § 24a (1)

Nach Ablauf der Frist muss der Führerschein bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde (Hauptwohnsitz) nur neu beantragt werden. Eine erneute theoretische und praktische Prüfung ist nicht erforderlich.

 

 

Mindestalter

Das Mindestalter für die Erteilung der Klasse B beträgt 18 Jahre. FeV § 10 (1) 5a
Das Mindestalter für das Begleitete Fahren (Klasse B) beträgt 17 Jahre. FeV § 10 (1) 5b

Das Mindestalter für die Erteilung der Klasse B beträgt 17 Jahre bei Erteilung der Fahrerlaubnis während oder nach Abschluss einer Berufsausbildung in dem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf "Berufskraftfahrer", dem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf "Fachkraft im Fahrbetrieb" oder einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf, in dem vergleichbare Fertigkeiten und Kenntnisse zum Führen von Kraftfahrzeugen auf öffentlichen Straßen vermittelt werden. FeV § 10 (1) 5

 

 

Neuerteilung einer Fahrerlaubnis

Für die Neuerteilung einer Fahrerlaubnis der Klasse B nach vorangegangener Entziehung oder nach vorangegangenem Verzicht gelten die Vorschriften für die Ersterteilung. Eine erneute theoretische und praktische Prüfung ist nicht erforderlich. FeV § 20 (1)

Die Fahrerlaubnisbehörde ordnet eine Fahrerlaubnisprüfung an, wenn Tatsachen vorliegen, die die Annahme rechtfertigen, dass der Bewerber die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten nicht mehr besitzt. FeV § 20 (2)

Die Fahrerlaubnisbehörde kann jederzeit eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) anordnen. FeV § 20 (3)

Der Antrag auf Neuerteilung einer Fahrerlaubnis muß immer persönlich bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde (Hauptwohnsitz) schriftlich gestellt werden. Den Antrag auf Erteilung einer Fahrerlaubnis erhält man bei der Behörde.

 

 

Praktische Ausbildung (Fahrstunden)

Mit der theoretischen und praktischen Ausbildung kann sofort nach der Anmeldung bei der Fahrschule begonnen werden. Man muß nicht warten, bis man alle Unterlagen für den Antrag auf Erteilung der Klasse B zusammen hat. Die Anzahl der Fahrstunden ist nicht vorgeschrieben. Es gilt der Grundsatz: So viel wie nötig und so wenig wie möglich.

Für die Fahrerlaubnis der Klasse B müssen mindestens 12 Sonderfahrten gemacht werden.

  • 5 Überlandfahrten
  • 4 Autobahnfahrten
  • 3 Nachtfahrten

Nach Abschluß der Ausbildung erhält der Fahrschüler von der Fahrschule eine Ausbildungsbescheinigung über die praktische Ausbildung. Die Bescheinigung muß dem Prüfer bei der praktischen Prüfung vorgelegt werden.

Fahrstunden:
Die Fahrstunden finden von Montag bis einschließlich Samstag statt. Wir schulen auf Golf.

 

 

Praktische Prüfung

Die praktische Prüfung darf erst nach Bestehen der theoretischen Prüfung und frühestens einen Monat vor Erreichen des Mindestalters gemacht werden. FeV § 17 (1)

Die praktische Prüfung muss innerhalb von zwölf Monaten nach Bestehen der theoretischen Prüfung abgelegt werden. Ist das nicht der Fall verliert die theoretische Prüfung ihre Gültigkeit. FeV § 18

Für die praktische Prüfung benötigt man:

  • einen gültigen Personalausweis oder Reisepass
  • die Ausbildungsbescheinigung über die praktische Ausbildung
  • Brille (falls erforderlich) nicht vergessen

Eine nicht bestandene praktische Prüfung darf nicht vor Ablauf eines angemessenen Zeitraums, in der Regel nicht weniger als zwei Wochen, wiederholt werden. Bei einem Täuschungsversuch beträgt die Frist mindestens vier Wochen und die Prüfung gilt als nicht bestanden. FeV § 18 (1)

Die Prüfungsdauer beträgt 45 Minuten. Die reine Fahrzeit beträgt 25 Minuten. FeV (Anlage 7)

Prüftermine:
Die praktischen Prüfungen finden von Montag bis Freitag in der Zeit von 7.30 bis 16.00 Uhr statt. Die Termine müssen 14 Tage im voraus von der Fahrschule beim TÜV beantragt werden.

 

 

Probezeit für Fahranfänger

Bei erstmaligem Erwerb einer Fahrerlaubnis wird diese auf Probe erteilt. Die Probezeit dauert zwei Jahre vom Zeitpunkt der Erteilung an. StVG § 2a (1)

Die Probezeit verlängert sich um zwei Jahre, wenn die Teilnahme an einem Aufbauseminar angeordnet worden ist. Die Probezeit verlängert sich außerdem um zwei Jahre, wenn die Anordnung nur deshalb nicht erfolgt ist, weil die Fahrerlaubnis entzogen worden ist oder der Inhaber der Fahrerlaubnis auf sie verzichtet hat. StVG § 2a (2a)

 

 

Prüfauftrag

Liegen alle Voraussetzungen für die Erteilung der Klasse B vor, hat die Fahrerlaubnisbehörde den TÜV mit der Prüfung zu beauftragen. FeV § 22 (3)

Der Fahrschüler erhält eine schriftliche Mitteilung über den Eingang des Prüfauftrags beim TÜV.

Der TÜV soll den Prüfauftrag an die zuständige Fahrerlaubnisbehörde zurückgeben, wenn die theoretische Prüfung nicht innerhalb von zwölf Monaten nach Eingang des Prüfauftrags bestanden ist oder wenn die praktische Prüfung nicht innerhalb von zwölf Monaten nach Bestehen der theoretischen Prüfung bestanden ist. FeV § 22 (5)

 

 

Prüfbescheinigung (Begleitetes Fahren)

Hat die praktische Prüfung ergeben, dass der Bewerber den Anforderungen genügt, so hat der Prüfer ihm die Prüfbescheinigung nach dem Einsetzen des Aushändigungsdatums auszuhändigen. PrfRiLi Kfz 1.6

Die Prüfbescheinigung dient im Inland zum Nachweis der Fahrberechtigung. Die Prüfbescheinigung ist bis drei Monate nach dem 18. Geburtstag gültig. Ab dem 18. Geburtstag darf man noch drei Monate ohne Begleitperson fahren. Die Prüfbescheinigung ist beim Führen von Kraftfahrzeugen mitzuführen und zur Überwachung des Straßenverkehrs berechtigten Personen auf Verlangen auszuhändigen. FeV § 48a (3)

Den Führerschein sollte man bereits drei Monate vor dem 18. Geburtstag bei der zuständigen Führerscheinstelle (Hauptwohnsitz) beantragen. Die Bearbeitungszeit des Antrags dauert in der Regel vier bis sechs Wochen.

 

 

Prüfungsstrecke (Praktische Prüfung)

Etwa die Hälfte der reinen Fahrzeit soll für Prüfungsstrecken außerhalb geschlossener Ortschaften, möglichst auch unter Einschluss der Autobahnen oder Kraftfahrstrassen mit Fahrbahnen für eine Richtung, die durch Mittelstreifen oder sonstige bauliche Einrichtungen getrennt sind und mindestens zwei Fahrstreifen je Richtung haben, verwendet werden. FeV (Anlage 7) 2.4

 

 

Sehtest

Bewerber um eine Fahrerlaubnis Klasse B haben sich einem Sehtest zu unterziehen. Der Sehtest wird von einer amtlich anerkannten Sehteststelle durchgeführt. FeV § 12 (2)

Ein Sehtest ist nicht erforderlich, wenn ein Zeugnis oder ein Gutachten eines Augenarztes vorgelegt wird und sich daraus ergibt, dass der Antragsteller die Anforderungen erfüllt. FeV § 12

Sehtestbescheinigung, Zeugnis oder Gutachten dürfen bei Antragstellung nicht älter als zwei Jahre sein. FeV § 12 (7)

 

 

Sofortmaßnahmen am Unfallort

Bewerber um eine Fahrerlaubnis der Klasse B müssen an einer Unterweisung in lebensrettenden Sofortmaßnahmen teilnehmen. Die Unterweisung soll dem Antragsteller durch theoretischen Unterricht und durch praktische Übungen die Grundzüge der Erstversorgung von Unfallverletzten im Straßenverkehr vermitteln. FeV § 19 (1)

Eine Ausbildung in Erster Hilfe ersetzt eine Unterweisung in lebensrettenden Sofortmaßnahmen am Unfallort. FeV § 19

Bei Erweiterung einer Fahrerlaubnisklasse auf die Klasse B müssen die Sofortmaßnahmen am Unfallort nicht noch einmal wiederholt werden. Die Bescheinigung über die Teilnahme an den Sofortmaßnahmen am Unfallort ist immer gültig.

 

 

Theoretische Ausbildung

Mit dem theoretischen Unterricht kann jederzeit nach der Anmeldung bei der Fahrschule begonnen werden. Man muß nicht warten bis man alle Unterlagen für den Führerscheinantrag zusammen hat.

Jeder Fahrschüler kann den Unterrichtsort selbstverständlich frei wählen. Wir unterrichten in kleinen Gruppen mit geringer Teilnehmerzahl. Auf Wunsch und nach Absprache sind auch Intensivkurse oder Einzelunterricht jederzeit möglich.

  • Der Umfang des allgemeinen Teils (Grundstoff) beträgt bei der Ersterteilung mindestens zwölf Doppelstunden. Bei Erweiterung einer Fahrerlaubnis beträgt der allgemeine Teil mindestens sechs Doppelstunden. FahrschAusbO § 4 (3)
  • Die Mindestdauer des klassenspezifischen Teils (Klasse B) beträgt mindestens zwei Doppelstunden. FahrschAusbO § 4 (4)

Nach Abschluß der Ausbildung erhält der Fahrschüler eine Ausbildungsbescheinigung. Die Bescheinigung muß bei der theoretischen Prüfung dem Prüfer vorgelegt werden. FahrschAusbO § 6 (2)

Theoretischer Unterricht:
Bonn Beuel: Dienstag und Donnerstag von 19.00 bis 20.30 Uhr
Bonn Vilich-Müldorf: Montag und Mittwoch von 19.00 bis 20.30 Uhr

 

 

Theoretische Prüfung

Die theoretische Prüfung darf erst nach Eingang des Prüfauftrags beim TÜV und frühestens drei Monate vor Erreichen des Mindestalters gemacht werden. FeV § 16 (3)

Die TÜV soll den Prüfauftrag an die Fahrerlaubnisbehörde zurückgeben, wenn die theoretische Prüfung nicht innerhalb von zwölf Monaten nach Eingang des Prüfauftrags bestanden ist. FeV § 23 (5)

Für die theoretische Prüfung benötigt man folgende Unterlagen:

  • einen gültigen Personalausweis oder Reisepass
  • eine Ausbildungsbescheinigung über die theoretische Ausbildung
  • Brille (falls erforderlich) nicht vergessen

Eine nicht bestandene Prüfung darf nicht vor Ablauf eines angemessenen Zeitraums (in der Regel nicht weniger als zwei Wochen) wiederholt werden. Bei einem Täuschungsversuch beträgt die Frist mindestens sechs Wochen und die Prüfung gilt als nicht bestanden. FeV § 18 (1)

Prüftermine:

Die theoretische Prüfung kann jederzeit ohne Voranmeldung beim TÜV gemacht werden.

 

 

Was man mit der Klasse B ab 19.1.2013 fahren darf

Die Fahrerlaubnis der Klasse B berechtigt zum Führen von Kraftfahrzeugen – ausgenommen Kraftfahrzeuge der Klassen A1, A2 und A – mit einer zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 3500 kg, die zur Beförderung von nicht mehr als acht Personen außer dem Fahrzeugführer ausgelegt und gebaut sind. Auch mit Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 750 kg oder mit Anhänger über 750 kg zulässiger Gesamtmasse, sofern 3500 kg zulässige Gesamtmasse der Kombination nicht überschritten wird. FeV § 6 (1)

Die Klasse B berechtigt auch zum Führen von Fahrzeugen der Klassen AM und L. FeV § 6 (3)

 

 

Wohnsitzregelung

Die Fahrerlaubnis für die Klasse B ist zu erteilen, wenn der Bewerber um eine Fahrerlaubnis seinen ordentlichen Wohnsitz im Inland hat. StVG § 2 (2)

Eine Fahrerlaubnis darf nur erteilt werden, wenn der Bewerber seinen ordentlichen Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland hat. Dies wird angenommen, wenn der Bewerber wegen persönlicher und beruflicher Bindungen oder - bei fehlenden beruflichen Bindungen - wegen persönlicher Bindungen, die enge Beziehungen zwischen ihm und dem Wohnort erkennen lassen, gewöhnlich, das heißt während mindestens 185 Tagen im Jahr, im Inland wohnt. FeV § 7 (1)

 

 

FAQ - Fragen und Antworten


Darf man mit der Klasse B auch einen Roller fahren?
Die Fahrerlaubnis der Klasse B berechtigt auch zum Führen von Fahrzeugen der Klasse AM. FeV § 6 (3)

Wie lange ist der Führerschein Klasse B gültig?
Die Gültigkeit der ab dem 19.1.2013 ausgestellten Führerscheine ist auf 15 Jahre befristet. FeV § 24a

Wie lange dauert die praktische Prüfung für die Klasse B?
Die praktische Prüfung für die Klasse B dauert 45 Minuten. Die reine Fahrzeit beträgt mindestens 25 Minuten. FeV (Anlage 7) 2.3

 

 

Fahrschule Henke l 2017